Selbstgeschriebene Rollenspielabenteuer
für das In Nomine Satanis / Magna Veritas Regelwerk vom Truant Verlag

von B. Reifschneider, geschrieben 1994/95

Willkommen!
Dies ist kleine Seite mit selbstgeschriebenen Abenteuern für das 'Brett'-Rollenspiel In Nomine Satanis / Magna Veritas Regelwerk vom Truant Verlag. INS/MV ist ein 'richtiges' Rollenspiel, das auf Regelbüchern basiert und in einer Spielrunde mit mehreren Spieler zusammen gespielt wird. INS/MV ist also kein Computerspiel, sondern ein sogenanntes 'pen & paper role-playing game', bei dem jeder Spieler eine eigene Spielfigur in einer fiktiven Welt (dem 'Abenteuer') verkörpert. Wenn du also selbst Rollenspieler bist, und vielleicht sogar das INS/MV-System kennst, dann kann dir diese Seite vielleicht weiterhelfen. Allen anderen empfehle ich, ein paar der Links rechts weiter unten anzuschauen, wenn man mehr über das Rollenspielen und INS/MV erfahren will.
Über INS/MV:
In Nomine Satanis / Magna Veritas ist ein politisch ziemlich unkorrektes Rollenspiel, das all jenes verkörpert, vor dem uns besorgte Erziehungsinstitutionen bei Rollenspielen immer gewarnt haben. Es geht davon aus, daß es zwei kosmische Mächte gibt, Himmel und Hölle sozusagen, die sich ständig um die Vorherrschaft bekämpfen. Sie unterscheiden sich nicht wirklich voneinander, die 'Guten' sind keineswegs so gut, wie sie sich darstellen, beide haben sich die Erde ausgesucht, um hier ihren Konflikt auszutragen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Menschen zu töten oder zu bekehren, sondern mit seinen Aktionen die der Gegenseite behindern und seine Machtbasis zu festigen. Der Einfluß der Menschen aus diesen Kampf ist nahezu unbedeutend, sie stören bestenfalls die Auseinandersetzung zwischen den beiden Kräften, sie sind nur Werkzeug der übernatürlichen Gegner.

Die Spieler übernehmen die Rolle von Engeln oder Dämonen und müssen nun Missionen für Erzengel oder Dämonenprinzen ausführen. Sie haben von vornherein eine gewisse Anzahl von übernatürlichen Kräften, die von Teleportation, Eispanzer, Feueratem bis hin zur unheiligen Schrotflinte oder dämonischen Dienern reichen können. Meist haben die Charaktere auch übernatürliche Nachteile, glühende Augen, fauliger Gestank oder grausame Zwangsbedürfnisse, die ihnen das Leben erschweren und schnell Aufsehen erregen können. Sie sind zudem nicht unverwundbar, und schon so mancher Dämon ist in einer leichtfertig begonnenen Auseinandersetzung mit der Polizei geendet. Die Regeln sind recht einfach und nicht sooo realistisch, aber trotzdem ausreichend, um ein gutes und flottes Rollenspiel zu ermöglichen. Außerdem sind die Regelbücher recht witzig geschrieben (was ja inzwischen obligatorisch sein sollte), besonders die Darstellung der Dämonenprinzen und das Interview mit Satan ist ziemlich gut.

Disclaimer:
Dies sind nur 'Abenteuer' für das In Nomine Satanis / Magna Veritas Rollenspiel des Truant Verlag. Es muß ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß dieses Rollenspielsystem nur ein *Spiel* ist und keineswegs irgendwelche religiösen, ideologischen oder gar kriminellen Absichten damit verfolgt werden sollen, sondern mit einer gelungenen Mischung aus Satire, Ironie und Parodie ein innovatives Rollenspielen möglich macht. Ich schließe mich den Autoren an, wenn sie sagen, daß INS/MV sich nicht für jedermann eignet und es "für aufgeschlossene Personen ab 16" empfehlen; denn die fiktiven Charaktere der Spieler sind mitunter dazu angehalten, böse und zum Teil grausame Taten zu tun, auch in meinen Abenteuern.

"Am Anfang der Menschheitsgeschichte, zumindestens in biblischer Sicht, steht
der Sündenfall, ausgelöst durch die listige Schlange, die Eva zum Biß in den Apfel
verführt. Nicht die pure Gewalt, sondern Verlockung ist das Instrument des Bösen."

Die Abenteuer für die Dämonenseite

Frankfurt Friday Night:
Der Auftrag ist einfach: einen Engel-Diener in polizeilicher Schutzhaft eliminieren. Dies ist mein Einstiegsabenteuer für INS. Es ist nicht zu schwer, enthält aber einige überraschende Wendungen und ein paar nette Kämpfe gegen übernatürliche Wesen, und ist trotzdem noch so offen entworfen, daß die Spieler viele Freiräume haben.
Außerdem ist es total lokalpatriotisch und spielt an einigen Sehenswürdigkeiten Frankfurts, sowie meiner alten Stamm-Disco. Bei diesem Abenteuer lernen die Dämonen, daß sie trotz ihrer übernatürlichen Natur nur ein kleines Rädchen in Satans Maschinerie sind und nicht erwarten sollten, daß sie irgendwie wichtig sind und man sie daher vollständig aufklären müsste.
Zweifelos ist dies mein bestes Abenteuer, das ich schon relativ oft geleitet habe. Man sieht es dem Text nicht an, aber ab einem bestimmten Punkt bekommt das Abenteuer ziemlich Tempo.

In Chaos and Riots:
Ein unter dem Eindruck der Chaos-Tage 1995 in Hannover geschriebenes Abenteuer. Die Dämonen sollen in einer Parallelwelt eine Generalprobe der Antichristgeburt ausführen. Dafür ist es aber zunächst notwendig, daß sie die richtige Frau finden, die Luzifers Sohn gebären kann.
Der Auftrag ist nicht ganz einfach und die Gruppe, mit der ich das Abenteuer gespielt habe, hat irgendwie die richtigen Hinweise nicht wahrgenommen und sich zu sehr in Detailfragen verrannt. Eigentlich sollten die Spieler und ihre Charaktere schon einiges an Erfahrung haben, auch für den Spielleiter ist dieses Abenteuer nicht leicht, da an manchen Stellen aufgepaßt werden muß, daß die Charaktere nicht die ganze Geschichte auseinanderbauen.

1200 Tote pro Minute:
Ein durchschnittliches Abenteuer, bei dem die Dämonengruppe den Auftrag erhält, eine Techno-Veranstaltung in eine wollüstige Massenorgie zu verwandeln. Wie sie das genau anstellen wollen, ist ihnen überlassen und sollte für einen erfahrenen Spielleiter auch kein Problem darstellen. Als zusätzliche Schwierigkeit für die Dämonen werden sie diesmal von Andromalius' Dämonenpolizei überwacht, um zu sehen, ob sie ihren Job gewissenhaft machen und sich keine Verletzungen der sieben höllischen Gebote zuschulden kommen lassen. Diesen Teil des Abenteuers kann man auch isolieren und bei anderen Einsätzen benutzen, wenn die Spielerdämonen bei früheren Missionen Inkompetenzen gezeigt haben.
Mein schwächstes Abenteuer, das aber mit einer guten Spielergruppe trotzdem Spaß machen kann.

Externe Links
Was ist Rollenspiel?
Die deutsche Fassung von INS/MV ist vom Mario Truant Verlag
Eine 'inoffizielle' Home Page zu INS/MV
In Nomine für Nicht-In-Nomine Spieler
Deutscher Rollenspiel Index: In Nomine Satanis / Magna Veritas
Eine Seite von INS/MV Rollenspielern über ihr Spielsystem
Die Website des vergangenen Frankfurter Rollenspielverein 252 e.V. inklusive einer Diplomarbeit
"Geschmacklos" - INS-Abenteuer von Y. Friese
Klasse Seite mit Links über Humor im Rollenspiel
The Game of Satan Page
Lustige Inspirationen: die Bibelquizzes von Landover Baptist
Catholic Online Saints & Angels
X-Zine Rollenspielmagazin im Internet
© B. Reifschneider 2001
Bemerkungen:
Dies sind nur 'Abenteuer' für das In Nomine Satanis / Magna Veritas Rollenspiel des Truant Verlag. Es muß ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß dieses Rollenspielsystem nur ein *Spiel* ist und keineswegs irgendwelche religiösen, ideologischen oder gar kriminellen Absichten damit verfolgt werden sollen, sondern mit einer gelungenen Mischung aus Satire, Ironie und Parodie ein innovatives Rollenspielen möglich macht. Ich schließe mich den Autoren an, wenn sie sagen, daß INS/MV sich nicht für jedermann eignet und es "für aufgeschlossene Personen ab 16" empfehlen; denn die fiktiven Charaktere der Spieler sind mitunter dazu angehalten, böse und zum Teil grausame Taten zu tun, auch in meinen Abenteuern.
Die Urheber- und Vervielfältigungsrechte für diese Texte bleiben bei dem Autor. Das heißt, daß ohne meine AUSDRÜCKLICHE Genehmigung nichts, auch nicht auszugsweise, vervielfältigt oder wiederveröffentlicht werden darf, weder zu kommerziellen, noch zu unkommerziellen Zwecken. Verwendung für private, nicht-öffentliche Zwecke (d. h. Spielrunden) ist natürlich okay, aber alles darüber hinausgehende benötigt meine Zustimmung.
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Letzte Link- und HTML-Korrektur fand am 1. Januar 2005 statt.
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